Mach´dein Hobby zum Beruf..Lass Tanzen deine Berufung sein...

Die Ausbildung

Ihr Tanzlehrer – das unbekannte Wesen

Wer und was ist eigentlich ein BDT – Tanzlehrer und wie wird man das ? Alles über Ihren Tanzlehrer oder doch Freizeitberater?!

Fröhlich, nett, immer einen witzigen Spruch auf den Lippen: So kennt der Tanzschüler seinen Tanzlehrer im “Unterricht”. Doch das dahinter hartes Training und auch manchmal Schweiß stehen, fällt auf den ersten Blick gar nicht auf. Wir machen es unseren jungen Leuten, die Tanzlehrer werden wollen, nicht leicht. Denn in diesem Beruf hat man, wie kaum in einem anderen, besonderen Kontakt zu den Menschen. So brauchen Tanzlehrer neben ihren fachlichen Voraussetzungen ein sehr gutes Einfühlungsvermögen und eine besondere Menschenkenntnis. Einfach deswegen, weil sie auf die Leute eingehen, sie lockern und ihnen die Hemmungen nehmen müssen. Schließlich soll der Unterricht Spaß und Freude bringen.

Und so hat der BDT alle, die sich für den Beruf des Tanzlehrers entscheiden, einem strengen Aus- und Fortbildungsprogramm unterworfen, das nirgends sonst so fundiert und schwierig ist, wie in Deutschland. "“Eine Tatsache ist zum Beispiel, dass Freundschaften auseinander gehen. Das kann jedenfalls sehr leicht passieren. Deshalb fragen wir gleich beim Vorstellungsgespräch, ob solche Bindungen bestehen. Dann gibt es hinterher keine herbe Enttäuschung.” Ebenso schwierig ist es, als Einzelner in einer Tanzschule seine Ausbildung zu machen. Während andere, wie auch die Kunden der Tanzschule, am Abend noch etwas unternehmen, arbeitet der Tanzlehrer in der Tanzschule, und danach ist es so spät, dass es schwierig ist Freunde zu finden, mit denen man dann noch ausgehen kann. Es gibt aber auch Fälle, in denen Tanzlehrer die Liebe ihres Lebens in der Tanzschule finden und dort dann für immer zusammen bleiben.

Allerdings geht es vielen Tanzlehrern eher anders: Die Partnerin oder der Partner sitzt allein zu Hause und wer als Tanzlehrer mal seine Freunde oder Verwandten treffen will, muss sich diese entweder in der Tanzschule selbst suchen, oder es wird ganz schwer, eine Verabredung einzuhalten. Nicht nur deshalb versuchen viele junge Tanzlehrer sich so schnell wie möglich nach der Ausbildung mit einer Tanzschule selbständig zu machen.

Doch zunächst wird in einer drei Jahre dauernden Ausbildungszeit das tänzerische Rüstzeug vermittelt. Außerdem stehen Unterrichtslehre, Bewegungslehre und Musiktherorie auf dem Programm.

Die Ausbildung umfasst die Fertigkeiten und Kenntnisse über den Tanzschulbetrieb, elementare Bewegungslehre, ebenso, wie Musiktheorie, Unterrichtslehre und tänzerische Ausbildung. Nach den drei Ausbildungsjahren kann dann die Tanzlehrerprüfung abgelegt werden, die zur selbständigen Führung einer eigenen Tanzschule und zur praktischen Berufsausbildung berechtigt.

Nun stehen viele Tanzlehrer vor der Frage: Soll ich mich nun selbständig machen, oder nicht? Viele wählen diesen Weg, denn sie erhoffen sich ein höheres Einkommen als das einen angestellten Tanzlehrers. Doch die Gründung einer eigenen Tanzschule ist auch nicht so leicht, denn allein die Ausstattung der Räumlichkeiten erfordert ein hohes Startkapital.

Dann geht´s erst richtig ans Arbeiten: Ein normaler Tag beginnt morgens mit Organisationsarbeit im Büro, die eigentliche Arbeit fängt am Nachmittag mit den Kursen für Schüler, Twens, Paare und Ehepaare an. Die letzten Kurse enden in der Regel nicht vor 22.30 Uhr. Der Höhepunkt kommt aber erst am Wochenende. Sonnabends und Sonntags gibt es außer den Tanzkursen schließlich noch die Übungsparties, Discos und Tanztees. Denken Sie auch an die aufwendigen Abschlussbälle, die ja auch organisiert werden wollen. Viel Zeit zum Erholen bleibt da nicht, auch wenn viele selbständige Tanzlehrer davon träumen, so viele Angestellte zu haben, dass sie sich mal einen oder zwei Tage gönnen können.

Regelmäßige Fortbildung für Tanzlehrer bieten nicht nur die Landesverbände, die mehrere Veranstaltungen anbieten, sondern auch der jährlich stattfindende internationale Tanzlehrerkongress. Dort tauschen sich die BDT - Tanzlehrer aus, geben sich gegenseitig Tipps und lernen von den Lehrmeistern oder Gästen aus anderen Ländern z.B. neue Modetänze, die sie dann in den Kursen der einzelnen Tanzschule über Deutschland verteilt vermittelt bekommen. Außerdem dient der Kongress der Information innerhalb des Verbandes.

Haben Sie eine abgeschlossene Schulausbildung und haben das 18. Lebensjahr erreicht? Dann können auch Sie Tanzlehrer werden. “18 Jahre alt müssen die Azubis schon sein, damit wir keine Probleme mit dem Jugendschutzgesetz bekommen, da die jungen Tanzlehrer ja auch spätabends arbeiten müssen”. Außerdem wird noch eine gewisse Tanz - Vorbildung erwünscht.

 

Neue Ausbildungklassen starten immer im September...